Google Analytics Data Controls 2026: Was sich bei Google Signals, Consent und Datennutzung ändert

Verfasst von

|

Zuletzt aktualisiert am

Google ändert 2026 die Google Analytics-Steuerelemente für Daten. Was das für Google Signals, Ads Personalisierung, Consent Mode und IP-Adressen bedeutet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Abstrakte Visualisierung der Verbindung von Daten und Analysemitteln in Bezug auf Daten in Google Analytics und Google Ads.

Das wichtigste in Kürze

Google stellt 2026 um, welche Mechanismen und Konfigurationen dafür sorgen, dass Google gewisse Daten erfassen und zwischen Google Analytics und Google Ads austauschen kann. Google spricht selbst von „Änderungen bei Google Analytics-Steuerelementen für Daten“. Im Fokus stehen hierbei die Änderungen an Google Signals, der Consent Mode in Google Ads, die Ads Personalisierung und das Übergeben von IP-Adressen zwischen Google Analytics und Google Ads.

  • Änderungen an Google Signals im Juni 2026: Google Signals ermöglicht es, Daten von in ihr Google Konto eingeloggten Nutzern zu verknüpfen und somit geräteübergreifend und webseitenübergreifend zu tracken. Dadurch kann Google Nutzerverhalten besser verstehen und Conversions in Google Ads und Google Analytics besser modellieren. Bisher konnten Werbetreibende diese Modellierung mit Daten ihrer Website verhindern, indem sie Google Signals in Google Analytics deaktiviert haben. Diese Möglichkeit entfällt ab Juni 2026 und wird ausschließlich über den Consent des Nutzers und den Einstellungen in seinem Google Konto gesteuert.
  • Änderungen an Ads Personalisierung im weiteren Verlauf von 2026: Auch hier können Werbetreibende in ihrer Google Analytics Property einstellen ob Daten aus Google Analytics an Google Ads für personalisierte Werbung übergeben werden dürfen. Diese Konfigurationsmöglichkeit entfällt, sodass in Zukunft ausschließlich die Einstellungen des Nutzers und sein Consent über die Nutzung dieser Daten bestimmt.
  • Änderungen bei IP-Adressen in Google Ads und Google Analytics: IP-Adressen Ihrer Nutzer werden von Google bald verschlüsselt und an Google Ads gesendet. Dort werden diese gemäß Ihren Google Ads-Einstellungen und -Konfigurationen verwendet.

Lesedauer:

14 Minuten

Übersicht

  1. Einleitung
  2. Updates an den Google Analytics Data Controls
  3. Änderungen an Google Signals
  4. Änderungen an der Ads-Personalisierung
  5. Änderungen bei IP-Adressen
  6. Fazit
  7. FAQ

Einleitung

Google baut 2026 die Datensteuerung zwischen Google Analytics und Google Ads um. Im Fokus stehen die Änderungen an Google Signals. Offiziell geht es dabei um vereinfachte Kontrollen, weniger redundante Einstellungen und eine klarere Zuordnung danach, wo Daten genutzt werden. Für Unternehmen, die GA4 mit Google Ads verknüpft haben, ist das eine Anpassung mit direkter Auswirkung auf Tracking, Reporting und Werbenutzung.

Besonders relevant ist dabei, dass Google die Logik hinter den bisherigen Data Controls neu ordnet. Bisher konnten Einstellungen in Google Analytics weiterhin beeinflussen, wie Daten im verknüpften Google-Ads-Konto verwendet werden. Genau diese doppelte Steuerung will Google nun zurück bauen.

Der erste konkrete Schritt betrifft Google Signals. Ab dem 15. Juni 2026 verändert sich die Funktionsweise dieser Einstellung. Google verändert damit, an welcher Stelle Datenflüsse kontrolliert werden und welcher Regler künftig überhaupt noch welche Funktion hat.

Updates an den Google Analytics Data Controls

Was Google 2026 grundsätzlich verändert

Google beschreibt die Änderung unter dem Oberthema „Änderungen bei Google Analytics-Steuerelementen für Daten“. Ausgangspunkt ist dabei die Verknüpfung zwischen einer Google-Analytics-Property und einem Google-Ads-Konto. Schon heute gilt: Wenn diese Verknüpfung besteht, können Daten aus Google Analytics an Google Ads fließen. Gleichzeitig blieben bisher aber bestimmte Einstellungen in Google Analytics relevant dafür, wie diese Daten im Ads-Kontext genutzt werden dürfen.

Wenn ein Werbetreibender die Google Signals deaktiviert hatte, wurden auch keine Daten über eingeloggte Nutzer mit Google Analytics geteilt. Dadurch reduziert sich die Menge an Daten die Google zur Verfügung hat um Modellierungen basierend auf Nutzerbasis zu erstellen.

Genau das will Google 2026 neu strukturieren. Künftig sollen die Kontrollen dort liegen, wo die Daten tatsächlich verwendet werden. Für verknüpfte Properties bedeutet das laut Google: Google Ads soll ausschließlich die Nutzung von Google-Ads-Daten steuern, einschließlich der Daten, die aus Google Analytics übergeben werden. Google Analytics soll dagegen nur noch die Daten steuern, die innerhalb von Analytics selbst für Behavioral Reporting verwendet werden. Damit verschiebt Google die bisherige Logik von einer mehrfachen Steuerung hin zu einer klareren Trennung zwischen Analytics- und Ads-Zwecken.

Warum Google die Datensteuerung neu ordnet

Google begründet die Änderungen damit, dass die bisherigen Einstellungen zwischen Google Analytics und Google Ads teilweise redundant geworden sind. In der aktuellen Struktur gibt es mehrere Stellen, an denen beeinflusst werden kann, ob bestimmte Daten für Ads-Zwecke erfasst oder genutzt werden. Als Beispiele nennt Google selbst die Steuerung von Google Ads Cookies und IDs über Google Signals sowie die Steuerung von Zielgruppen über Ads Personalization in Google Analytics.

Nach eigener Darstellung will Google diese Redundanzen abbauen, die Kontrollen vereinfachen und den Consent-Prozess konsistenter machen. Gleichzeitig betont Google, dass die Kontrolle über die Daten eines Nutzers somit noch stärker beim Nutzer selbst liegen. Die Veränderung besteht also darin, wo diese Kontrolle künftig ausgeübt wird.

Wer die Ankündigung genauer liest sieht jedoch auch: Google nimmt Werbetreibenden die Möglichkeit, die Datennutzung über Google Signals einzuschränken. Wo vorher noch die Konfiguration in Google Analytics und der Consent des Nutzers verhindern konnten, dass Daten an Google übermittelt werden, gilt jetzt nur noch die Zustimmung des Nutzers über den Consent Mode.

Änderungen an Google Signals

Welche Rolle Google Signals bisher gespielt hat

Um die Änderung einordnen zu können, muss man zuerst verstehen, was Google Signals bisher überhaupt war. Google beschreibt Google Signals als Sitzungsdaten von Websites und Apps, die Google Nutzern zuordnet, die in ihrem Google-Konto eingeloggt sind und Ads Personalization aktiviert haben. Diese Zuordnung wird unter anderem genutzt, um Cross-Device-Remarketing und den Cross-Device-Export von Key Events an Google Ads zu ermöglichen.

Darüber hinaus aktiviert Google Signals in GA4 Funktionen wie Advertising Reporting Features sowie Demographics and Interests. Google Analytics kann dadurch zusätzliche Informationen zu demografischen Merkmalen und Interessen nutzen, die aus Gerätekennungen und aus eingeloggten Nutzern mit aktivierter Ads-Personalisierung abgeleitet werden. Diese Daten können dann in Google Analytics Berichten miteinander verknüpft dargestellt werden. Wichtig ist dabei: Wenn Google Signals deaktiviert wird, entfallen laut Google auch Funktionen wie Remarketing auf Basis von Drittanbieter-Werbe-IDs; außerdem werden nachgelagerte Modellierung und Berichte in verknüpften Google-Ads- und Search-Ads-360-Konten beeinflusst.

Was sich ab dem 15. Juni 2026 ändert

Der erste konkrete Schritt in Googles 2026er Umbau betrifft genau diese Google-Signals-Einstellung. Google schreibt, dass heute die Erhebung von Google Ads Cookies und IDs über das Google-Analytics-Tag und das SDK sowohl durch die Google-Signals-Einstellung in Google Analytics als auch durch die Consent Mode Ads Settings beeinflusst wird.

Ab dem 15. Juni 2026 soll sich das ändern. Dann wird Google Analytics für diesen Bereich auf den Consent Mode innerhalb von Google Ads als alleinigen Kontrollmechanismus umstellen. Laut Google sollen dann die Datenschutzentscheidungen der Nutzer, die über die Ads-Consent-Mode-Einstellungen umgesetzt werden, exklusiv darüber bestimmen, wie Daten erhoben und verwendet werden.

Der entscheidende Punkt dabei ist: Google entfernt damit einen zusätzlichen Steuerungspunkt innerhalb von GA4. Für die Erhebung von Google Ads Cookies und IDs im verknüpften Setup ist die Google-Signals-Einstellung danach nicht mehr zusätzlich relevant. Die Steuerung wandert an die Consent-Ebene im Cookie Banner. Für den Werbetreibenden gibt es somit keine Möglichkeit mehr, die Übermittlung dieser Daten zu verhindern.

Was Google Signals danach noch steuert

Google Signals verschwindet damit nicht vollständig aus Google Analytics, aber seine Funktion wird enger gefasst. Ab dem 15. Juni 2026 sollen die Google-Signals-Einstellung in der Google-Analytics-Administration nur noch steuern, ob Google-Analytics-Daten mit Informationen eingeloggter Nutzer für Behavioral Reporting verknüpft werden.

Praktisch bedeutet das: Der Regler in GA4 bleibt für Berichts- und Analysefunktionen relevant, insbesondere dort, wo es um die Verknüpfung mit eingeloggten Google-Nutzern, demografische Daten, Interesseninformationen und verhaltensbezogene Auswertungen geht. Für die vorgelagerte Frage, ob Google Ads Cookies und IDs über das Analytics-Setup erhoben werden und Daten an Google Ads geschickt werden, soll dieser Regler dagegen keine zusätzliche Kontrollfunktion mehr haben.

Warum diese Änderung in der Praxis größer ist, als Google sie formuliert

Google beschreibt die Umstellung vor allem als Vereinfachung von Data Controls. In der Praxis ist sie größer, weil nicht nur eine Oberfläche aufgeräumt wird, sondern ein echter zusätzlicher Steuerungspunkt verschwindet. Bisher konnten Unternehmen die Erhebung von Google Ads Cookies und IDs im Zusammenspiel aus Consent Mode und Google Signals in GA4 beeinflussen. Ab dem 15. Juni 2026 soll dafür nur noch Consent Mode in Google Ads maßgeblich sein. Damit wird aus einer doppelten Kontrolle eine einzelne. Das verändert ganz konkret, an welcher Stelle Unternehmen Datenflüsse noch aktiv begrenzen können.

Google Signals war bisher nicht nur dafür relevant, ob demografische Daten und Interessenberichte in GA4 auftauchen. Laut Google hängen daran auch Cross-Device-Remarketing, Advertising Reporting Features und sogar nachgelagerte Modellierung und Berichte in verknüpften Google-Ads-Konten. Wenn dieser Schalter nun für die Erhebung von Google Ads Cookies und IDs seine bisherige Steuerungsfunktion verliert, dann fällt ein Hebel weg, der bislang auch Einfluss darauf hatte, wie weit Daten in Googles Werbe- und Messlogiken hineinwirken können.

Google würde das selbst so nicht zuspitzen. Der Konzern spricht von konsistenterer Durchsetzung von Nutzerpräferenzen und einer Vereinfachung redundanter Einstellungen. Aus Sicht von Unternehmen lässt sich die Änderung aber auch anders lesen: Wenn ein Nutzer zustimmt und die relevanten Consent-Signale an Google übergeben werden, gibt es künftig eine Hürde weniger, die diese Datennutzung zusätzlich auf GA4-Ebene bremsen konnte. Das ist keine wörtliche Google-Aussage, sondern eine fachliche Einordnung der neuen Steuerungslogik. Sie ergibt sich direkt aus der angekündigten Verlagerung der Kontrolle weg von Google Signals und hin zu Consent Mode im Ads-Kontext.

Unterm Strich wird Google Signals damit operativ kleiner, während Consent für Ads-nahe Datennutzung operativ größer wird. Für viele Unternehmen ist die eigentliche Relevanz der Änderung, dass Google die Kontrolle näher an den Consent-Mechanismus und damit näher an die spätere Verwertung der Daten verschiebt.

Änderungen an der Ads-Personalisierung

Was Google später in 2026 ändern will

Nach Google Signals ist die Ads-Personalisierung der zweite große Bereich, den Google 2026 neu ordnen will. Google schreibt, dass die Nutzung von Google-Analytics-Daten für Ads Personalization heute noch über mehrere Ebenen innerhalb von Google Analytics gesteuert wird: auf Konto-, Property-, Ads-Link- und Event-Ebene. Genau diese Schichten will Google später im Jahr 2026 vereinfachen. Künftig soll bei verknüpften Properties die Nutzung dieser Daten für Personalisierung ausschließlich über die Ads-seitigen Einstellungen gesteuert werden.

Konkret heißt das laut Google: Sobald eine GA4-Property mit einem Google-Ads-Konto verknüpft ist und damit Daten in Richtung Ads fließen, soll die Consent-Mode-Einstellung ad_personalization exklusiv darüber entscheiden, ob diese Daten im Google-Ads-Konto für personalisierte Werbung verwendet werden dürfen. Google kündigt diese Änderung bereits an, nennt für diesen Bereich aber zum jetzigen Stand noch kein exaktes Datum und verweist auf weitere Details im Laufe des Jahres 2026.

Warum auch hier Kontrolle aus GA4 herauswandert

Google verschiebt bereits bei Google Signals einen Steuerungspunkt aus Google Analytics heraus und macht den Consent- beziehungsweise Ads-Kontext zur maßgeblichen Stelle. Bei Ads Personalization passiert nun dasselbe Muster noch einmal: Was bisher in Google Analytics an mehreren Stellen mitgeregelt wurde, soll künftig dort entschieden werden, wo die Daten am Ende verwendet werden — nämlich in Google Ads. Genau so beschreibt Google die übergeordnete Stoßrichtung der neuen Data Controls.

Für Unternehmen bedeutet das: Der Weg von Analytics-Daten in personalisierte Werbenutzung wird einfacher zu lesen, aber nicht unbedingt restriktiver. Die Frage wird künftig weniger sein, welche zusätzlichen Schalter in GA4 noch gesetzt sind, sondern stärker: Ist die Property mit Google Ads verknüpft, und steht ad_personalization auf granted oder denied? Consent Mode definiert ad_personalization ausdrücklich als Schalter für personalisierte Werbung; zusätzlich unterscheidet Google weiterhin ad_user_data als Einwilligung für die Übermittlung werbebezogener Nutzerdaten an Google.

Was das praktisch für Remarketing und Zielgruppen bedeutet

Auch diese Änderung wirkt auf den ersten Blick technischer, als sie in der Praxis ist. Ads-Personalisierung entscheidet nicht nur über irgendeinen abstrakten Status in der Admin-Oberfläche, sondern darüber, ob Daten im Ads-Konto für personalisierte Ausspielung verwendet werden dürfen. Wenn Google diesen Teil der Steuerung aus mehreren GA4-Ebenen herauszieht und an ad_personalization bindet, wird die operative Bedeutung des Consent-Setups noch größer. Die harte Google-Aussage ist dabei die strukturelle Verlagerung der Kontrolle; die größere Tragweite ergibt sich aus dem Einsatzkontext dieser Daten in Google Ads.

Änderungen bei IP-Adressen

Was Google zu IP-Adressen angekündigt hat

Der dritte angekündigte Bereich betrifft IP-Adressen. Google schreibt, dass IP-Adressen, die automatisch über den Google Tag und das SDK erhoben werden, verschlüsselt in verknüpfte Google-Ads-Konten fließen werden. Dort sollen sie dann von Google Ads kontrolliert und entsprechend der Google-Ads-Einstellungen, Konfigurationen und maßgeblichen Nutzungsbedingungen verwendet werden. Auch hier gilt: Google hat die Richtung bereits angekündigt, die genauen Termine und weiteren Details für diese Änderung aber noch nicht veröffentlicht und will sie später im Jahr 2026 nachreichen.

Was dabei für Europa wichtig ist

Für eine Einordnung im deutschsprachigen Markt ist die regionale Unterscheidung wichtig. Google schreibt in seiner Analytics-Dokumentation ausdrücklich, dass bei EU-Nutzern keine IP-Adressen geloggt oder gespeichert werden; für EU-Traffic werden IP-Daten für Geo-Lokalisierungszwecke verarbeitet und danach verworfen. Für Nutzer außerhalb der EU beschreibt Google dagegen, dass IP-Adressen für grundlegende Servicefunktionen wie Spam-Erkennung und grobe Standortinformationen verwendet werden. Genau auf diese nicht-europäischen Nutzer verweist auch die Ankündigung zu den künftigen IP-Adress-Kontrollen.

Für Google-Ads-verknüpfte Properties ergänzt Google, dass IP-Adressen, die aus Google Analytics in ein verknüpftes Ads-Konto fließen, dort verschlüsselt übergeben werden. Rohe IP-Adressen würden nur intern für Basisfunktionen wie Spam-Erkennung verwendet; ansonsten seien die in Google Ads ankommenden IP-Adressen verschlüsselt und so gespeichert, dass sie nicht wieder identifizierbar seien. Das ist die offizielle Formulierung. Für Unternehmen bedeutet sie vor allem: Auch dieser Datenpunkt wird in verknüpften Setups stärker zu einem Bestandteil der Ads-seitigen Datensteuerung.

Was Unternehmen jetzt prüfen sollten

Wer GA4 und Google Ads verknüpft hat, sollte diese Änderungen nicht erst dann ernst nehmen, wenn Google die letzten Oberflächen umstellt. Schon jetzt lohnt es sich zu prüfen, welche Consent-Signale die eigene Website tatsächlich an Google übergibt und ob zwischen Banner-Text, Consent-Management-Plattform und technischer Implementierung Konsistenz besteht. Google nennt im Consent Mode ausdrücklich die Signale ad_storage, ad_user_data, ad_personalization und analytics_storage. Genau diese Signale werden damit zur eigentlichen Sprache, in der die spätere Datennutzung geregelt wird.

Ebenso wichtig ist die technische Kontrolle. Google empfiehlt für Websites die Prüfung der Consent-Mode-Implementierung mit Tag Assistant. Dort lässt sich nachvollziehen, welche Consent-Werte standardmäßig gesetzt werden und ob sie nach der Banner-Interaktion korrekt aktualisiert werden. Gerade weil Google 2026 weitere Steuerungspunkte aus GA4 herausnimmt, wird diese Prüfung wichtiger: Wer nicht sauber misst, verliert nicht nur Transparenz, sondern möglicherweise auch die Kontrolle darüber, welche Daten im Ads-Kontext tatsächlich genutzt werden dürfen.

Fazit

Die angekündigten Updates to Google Analytics Data Controls sind mehr als ein Aufräumen in der Admin-Oberfläche. Google sortiert 2026 die Zuständigkeiten zwischen Google Analytics und Google Ads neu. Bei Google Signals fällt ab dem 15. Juni 2026 ein zusätzlicher GA4-Steuerungspunkt für Google Ads Cookies und IDs weg. Bei Ads Personalization soll später im Jahr ad_personalization im Consent Mode exklusiv darüber entscheiden, ob Analytics-Daten im Ads-Konto für Personalisierung genutzt werden. Und bei IP-Adressen kündigt Google an, dass automatisch erhobene, verschlüsselte IP-Adressen in verknüpfte Ads-Konten fließen und dort nach Ads-Regeln gesteuert werden.

Die eigentliche Botschaft dahinter ist klar: Google entfernt schrittweise zusätzliche Steuerungsebenen in Analytics und verlagert die operative Kontrolle dorthin, wo die Daten später genutzt werden — in Google Ads und in den Consent-Mechanismus. Damit wird auf der einen Seite Ordnung geschaffen, andererseits sorgt Google damit auch dafür, dass weniger Daten verloren gehen. In der Vergangenheit war es aus Googles Sicht so: Es konnten keine Daten für die Modellierung von Nutzern gesammelt werden, die dies über den Consent oder ihre Konto-Einstellungen ablehnten. Außerdem konnten keine Daten von Nutzern gesammelt werden, die sich auf Seiten von Werbetreibenden bewegt haben, die Google Signals deaktiviert haben. Letzteres Szenario entfällt ab Juni 2026. Google sorgt mit dieser Änderung also dafür, dass mehr Daten für Modellierungen und Google-Algorithmen zur Verfügung stehen. Für Unternehmen heißt das jedoch, dass ein gewisses Maß an Kontrolle verloren geht.

FAQ: Meistgestellte Fragen zu den Änderungen an den Google Analytics Data Controls

Häufige Fragen

Was ändert sich wenn ich die Google Signals bereits aktiviert habe?

Für Werbetreibende die Google-Signals bereits aktiviert haben ändert sich diesbezüglich nichts. Sie senden heute schon Daten von Nutzern in eingeloggten Google-Konten an Google Analytics und teilen diese mit Google Ads, wenn die Konten verknüpft sind.

Was ändert sich wenn ich die Google Signals nicht aktiviert habe?

Für Werbetreibende die Google-Signals nicht aktiviert haben bedeutet die Änderung, dass Google künftig über Ihre Google Analytics-Property Verhaltensdaten von Nutzern in eingeloggten Google-Konten erhält und diese auch mit Google Ads teilt, wenn die Konten verknüpft sind. Verhindern kann dies dann zukünftig nur noch der Nutzer selbst indem er diese Nutzung ablehnt.

Warum führt diese Änderung dazu, dass Google mehr Daten zur Verfügung stehen?

Wenn heute 50 % aller Unternehmen die Google-Signals aktiviert haben, kann Google von Nutzern, die in ihrem Google Konto eingeloggt sind, nur auf 50 % der Seiten Daten erhalten. Dazu kommt, dass ca. 30 % der Nutzer das Tracking ablehnen und Google somit weitere Signale verliert. Durch die Umstellung entfällt die Möglichkeit, das Teilen der Daten mit Google Analytics zu verhindern. Demnach verliert Google nur noch die Daten von Nutzern, die das Tracking ablehnen. Für Google resultiert daraus ein enormer Zugewinn an Messbarkeit.

Was steuert der Haken in Google Analytics nach der Umstellung?

Der Haken für Google-Signals steuert zukünftig nur noch die Verknüpfung Ihrer Google Analytics-Daten mit den Daten eingeloggter Nutzer für die Berichtserstellung innerhalb von Google Analytics.